Obwohl ich mich den Traditionen meiner malerischen Heimatregion seit jeher verbunden fühle, stand mir 2012 der Sinn nach etwas Neuem, Ungewöhnlichem. So entstand die Idee. Eine Schnapsidee? Ja, im reinen Wortsinn vielleicht. Und wer denkt bei Schwarzwald schon an Whisky? Aber was daraus geworden ist, kann getrost als alkoholischer Geistesblitz bezeichnet werden. Und das, ohne eine „Hex zu haben“. So pflegt man in unserer Region zu sagen, wenn einer „über den Durst“ getrunken hat. Ich hatte das richtige Equipment und das nötige Knowhow dem reichen Sagenschatz des Achertals ein neues Kapitel hinzuzufügen: Die Geschichte des ersten Single Cask Malt Whisky aus Kappelrodeck.

Was dann folgte, war traditionelles Brennerhandwerk in Reinform: Unverfälschte Gerstenmalzwürze mit Anteilen von Karamelmalz wurde zweifach in der kleinen Kupferbrennblase schonend destilliert. Mein Rohwhisky war bereit für seine Reifezeit im Fass. Und an genau diesem Punkt kam eine der populärsten Sagengestalten meiner Heimat ins Spiel: Die Hex vom Dasenstein.

Die Geschichte des unglücklich verliebten Burgfräuleins, das verstoßen wird und sich einsam dem Weinanbau widmet war mir von Kindheit an vertraut. Meine Arbeit in dem nach ihr benannten Winzerkeller „Hex vom Dasenstein“ ermöglichte mir den Zugang zu gebrauchten Weinfässern erster Güte. Meine Wahl fiel auf ein Limousin – Eichenfass in dem zuvor eine Spätburgunder Auslese ihr unverwechselbares Aroma entwickeln konnte. In dieser ehrwürdigen Umgebung sollte auch mein Whisky in den kommenden Jahren seinen individuellen Charakter erhalten.

Nur zwei Stunden nachdem der Spätburgunder aus dem Fass entnommen war, konnte ich den Whisky einfüllen. Durch dieses kleine Zeitfenster erübrigte sich die zwischenzeitliche Konservierung des Fasses und damit auch jede Art von Fremdeinfluss auf den Geschmack.

Mit einem Volumen von 112,5 Litern bot dieses Fass halber Barrique-Größe die optimalen Voraussetzungen für intensive Diffusions-und Extraktionsvorgänge während der Reifezeit. Um es einfacher zu sagen: Je kleiner das Fass, desto intensiver die Reifung. Daher hat mein im besten Sinne sagenhafter Witch Hill Whisky nach drei Jahren Lagerung bereits seinen geschmacklichen Zenit erreicht. Im Gegensatz zu den eher torfig rauchigen Single Malts aus Schottland zeichnet sich der Witch Hill Single Malt durch eine fruchtige Milde aus.

In einer limitierten Auflage sind nun 217 Flaschen dieses exklusiven Whiskys abgefüllt. Eine davon ist in Gedanken bereits für das holde Burgfräulein von einst reserviert: Ich denke sie wäre darauf ebenso stolz wie ich.

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